Energierecht 2021 – was kommt auf Industrie und Gewerbe in diesem Jahr zu?

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Die Pandemielage hat nicht dazu geführt, dass der Gesetzgeber im Energiebereich auf „Lockdown“ geschaltet hat. Im Gegenteil: Zahlreiche Neuerungen des Energierechts sind bereits oder werden noch im Laufe des Jahres scharf gestellt.

Zum 01.01. sind nicht nur eine umfassende EEG-Novelle und Änderungen des KWKG in Kraft getreten – auch der nationale Emissionshandel nach dem BEHG ist zum Jahresbeginn gestartet. Zu weiteren Gesetzesvorhaben gehören u. a. das Steuerbare-Verbrauchseinrichtungen-Gesetz und Anpassungen des Mess- und Eichrechts. Viele dieser Neuerungen sind von erheblicher Relevanz für Industrie und Gewerbe!

Um Ihnen einen kurzweiligen Überblick zu den Neuerungen zu geben, möchten wir Sie herzlich zu einem Webinar einladen, das wir gemeinsam mit der auf Energierecht spezialisierten Kanzlei Becker Büttner Held durchführen. Die beiden Rechtsanwälte Dr. Michael Weise und Dr. Christian Gemmer werden Ihnen einen exklusiven Überblick über die Änderungen des Energierechts in 2021 geben. Genauere Einzelheiten sowie Schwerpunkte entnehmen Sie bitte der Agenda.

Selbstverständlich wird auch die Möglichkeit bestehen, Fragen an die Experten zu richten. Das Webinar findet statt am

Montag, den 22. Februar von 14:00-16:00 Uhr.

Die Teilnahme ist für unsere Kunden und Interessenten kostenlos.

Das Webinar findet über die Plattform MS-Teams statt.

Für die Anmeldung genügt eine E-Mail an Fabian Zurmühl (f.zurmuehl@zur-energie.de).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Deshalb werden die Strompreise 2021 weiter steigen – oder auch nicht.

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Industriebetriebe wie auch Haushalte beschäftigen sich mit der Frage: Werde ich nächstes Jahr für meinen Strom mehr zahlen müssen? Die klare Antwort: Es kommt darauf an.

Der Arbeitspreis für Strom setzt sich aus vielen Bestandteilen zusammen. Neben dem reinen Preis für die Energie fließen auch viele weitere Umlagen, Steuern und Abgaben in die Gesamtstromkosten ein. Im Detail sind das die EEG-Umlage, KWK-Umlage, § 19 StromNEV-Umlage, Offshore-Netzumlage, abschaltbare Lasten-Umlage, Netzentgelte, Konzessionsabgaben und die Stromsteuer. Im nachfolgenden sollen die gewichtigsten Strombestandteile in einer Pro- und Contra-Betrachtung gegenübergestellt werden. Schauen wir uns zunächst an, warum der Strompreis sinken könnte.

Deshalb wird der Strom 2021 günstiger:

Der in Deutschland verbrauchte Strom wird an der Börse EEX in Leipzig gehandelt. Hier können Energielieferanten Strommengen, die in der Zukunft erzeugt und verbraucht werden, handeln. In Folge der Corona-Krise ist der Strompreis an der Börse eingebrochen. Hat der Lieferant im Jahr 2019 zum Höchstpunkt Energiemengen für 2020 eingekauft, musste er dafür 5,3 ct/kWh zahlen. In Zeiten des massiven Strompreisverfalls, ausgelöst durch die Corona-Krise, war dies am bisherigen Tiefstpunkt zu 3,3 ct/kWh möglich. Nun ist es nicht fair Höchststände mit Tiefstständen zu vergleichen – es bietet dennoch eine gute Möglichkeit, um einschätzen zu können welches Einsparpotential theoretisch möglich ist.

Ein weiterer massiver Preistreiber für den Gesamtstrompreis ist die Erneuerbare-Energien-Umlage. Diese beträgt 2020 6,756 ct/kWh. Aus dem Topf der EEG-Umlage werden die festen Einspeisevergütungen für PV-Anlagen, Windkraftanlagen o.ä. finanziert. Diese ist seit der Einführung im Jahr 2010 von 2,047 ct/kWh auf 6,756 ct/kWh gestiegen. Um dieser Entwicklung entgegenwirken zu wirken, wurde an einer Änderung der Erneuerbaren-Energien-Verordnung gearbeitet. Ziel ist es, die Einnahmen aus der im Jahr 2021 kommenden CO2 Steuer zu verwenden, um die EEG-Umlage zu subventionieren. Zudem sollen Haushaltsmittel zur Unterstützung der EEG-Umlage bereitgestellt werden.

Deshalb wird der Strom 2021 teurer:

Der Strom, der durch Erneuerbare-Energien-Anlagen erzeugt wird, wird ebenfalls an der Börse in Leipzig verkauft. Das Delta zwischen der versprochenen Einspeisevergütung und dem Erlös der an der Strombörse erzielt werden kann, wird durch die EEG-Umlage ausgeglichen. Nun sind nicht nur die Einkaufspreise für Energielieferanten in Folge der Corona-Krise stark eingebrochen. Strommengen, die in EE-Anlagen erzeugt und an der Börse verkauft wurden, mussten ebenfalls massive Einbußen hinnehmen. Das vergrößert das Delta zwischen Verkaufserlös und garantierter Einspeisevergütung und führt zu einer stärkeren Belastung des EEG-Kontos.

Hinzukommt, dass im aktuellen Jahr 2020 weniger Strom verbraucht werden wird. Das bedeutet, dass die über den Stromverbrauch eingenommene EEG-Umlage in Summe deutlich niedriger ist. Zusammen sorgen diese zwei Faktoren dafür, dass einer geringeren Einnahme eine höhere Ausgabe gegenübersteht. Diese Effekte würden laut Agora Energiewende dafür sorgen, dass die EEG-Umlage auf 8,6 ct/kWh steigen könnte – sofern die oben genannten Maßnahmen der Bundesregierung nicht zum Tragen kommen.

Fazit:

Es wird ganz davon abhängen wie schnell die Corona-Krise überwunden ist, wie sich der Strompreis an der Börse entwickelt und ob der Staat zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt. Agora Energiewende prognostiziert in Bezug auf die EEG-Umlage eine Spannbreite von – 0,5 ct/kWh bis 0,8 ct/kWh. Bei einem Haushalt mit einem Verbrauch von 3.000 kWh könnte daher von einer Preissenkung von 15 €/a bis hin zu einer Preiserhöhung von 18 €/a ausgegangen werden. Es bleibt festzuhalten, dass der Energiemarkt von so vielen Unbekannten beeinflusst wird, dass eine seriöse Prognose leider nicht abgegeben werden kann.

Das Marktstammdatenregister

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Betreibst du eine Photovoltaikanlage? Hast du eventuell noch einen Stromspeicher, um den Strom vom Dach zu speichern? Dann musst du unbedingt das Marktstammdatenregister berücksichtigen.

Was ist das Marktstammdatenregister MaStR?

Das MaStR wird von der Bundesnetzagentur geführt und umfasst sämtliche Stammdaten zu Strom- und Gaserzeugungsanlagen. Das Register gilt als ein Baustein für eine erfolgreiche Energiewende. Um den optimalen Netzausbau oder die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, sind diese Daten erforderlich.

Welche Anlagen müssen gemeldet werden?

  • Solaranlagen
  • Stromspeicher
  • Windenergieanlagen
  • Biomasseanlagen
  • Wasserkraftanlagen
  • Anlagen zur Stromerzeugung aus Geo- oder Solarthermie, Grubengas, Klärschlamm
  • Verbrennungsanlagen einschließlich KWK-Anlagen, Brennstoffzellen und Notstromaggregaten

Dabei spielt es keine Rolle wie groß oder wie alt, ob gefördert oder ungefördert, oder ob die Anlage bereits bei der Bundesnetzagentur registriert ist.

Welche Fristen sind zu beachten?

Bestandsanlagen, die vor dem 01. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden, sind bis zum 31. Januar 2021 zu melden. Für Anlagen die nach dem 01. Juli 2017 ans Netz gingen sind verkürzte Fristen zu beachten. Details zu den Meldefristen sind hier zu finden.

Wo kann ich mich registrieren?

Das Marktstammdatenregister ist online verfügbar. Zu finden ist es hier.

Welche Sanktionen sind zu befürchten?

Eine Nichteintragung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann grundsätzlich mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 € belegt werden. Zusätzlich droht der Verlust der EEG/KWK-Förderung.

Wo erhalte ich weiterführende Infos?

Auf der Hilfeseite des Marktstammdatenregisters werden die meisten Fragen beantwortet. Sollte das nicht ausreichen kann man sich auch direkt an die Bundesnetzagentur wenden.

Die eine Milliarden Euro teure Bequemlichkeit

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Für eine Milliarde Euro könnte man sich zwei Airbus A380, 8.333 nagelneue Porsche 911 oder 1,3 Milliarden Brezeln kaufen. Und diesen Betrag soll die deutsche Bevölkerung zu verschenken haben? Kaum vorstellbar aber laut dem Spiegel-Bericht vom 12.01.2019 scheint es leider der Wahrheit zu entsprechen. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zahlen die Verbraucher in der Grundversorgung jährlich rund 1,15 Milliarden Euro zu viel für die Energie. 31 Prozent des Strom- und 22 Prozent des Gasverbrauchs in Deutschland werden über die Grundversorgung abgedeckt. Die Grundversorgungstarife haben jedoch glücklicherweise die kürzesten Vertragslaufzeiten. Verliere keine Zeit und sorge dafür, dass du nicht zu den Menschen gehörst, die in Summe mehr als eine Milliarde Euro verschenken.

Der ZUR energie Blog geht Online!

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Herzlich Willkommen auf dem ZUR energie Blog. Hier werden Sie allerlei nützliche Informationen rund um das Thema Energie erhalten. Worauf muss ich achten, bei einem Lieferantenwechsel? Können mir dabei zu Hause die Lichter ausgehen? Wie sieht es mit der Strompreisentwicklung aus? Auf diese und viele weitere Fragen wird es auf diesem Blog eine Antwort geben.